... beginnt am 23.12.2009
Am 23.12.2009 haben wir von der Krankheit meines Bruders Hans-Dieter Böhmler erfahren.
Zu dem Zeitpunkt war er 39 Jahre alt, gerade zum 2. Mal Papa geworden und hatte kurz zuvor einen neuen Job gefunden. Er war zeitlebens Nichtraucher und Sportler. Es wurde ein Lungenkarzinom diagnostiziert.
Innerhalb von 5 Monaten verloren wir den Papa, Ehemann, Sohn, Bruder und Freund. In dieser Zeit hatte er mit fürchterlichen Schmerzen zu kämpfen. Wir haben viel zu lange gebraucht bis wir einen Palliativ-Mediziner (Schmerztherapeut) gefunden hatten, der aus Mitgefühl die Betreuung zuhause übernahm und so gerade in den letzten drei Wochen eine professionelle Palliativ-Versorgung (Schmerztherapie) sicherstellte.
Nicht nur dass die Söhne (11 Jahre + 1 Jahr alt) den Papa verloren haben, auch der Verlust des Ehemannes, Sohnes, Bruders und Freundes hat uns tief getroffen.
Obwohl seit 2007 im Gesetz verankert (§37b SGB V – Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) steckte diese 2009/2010 im Kreis Böblingen noch in den Kinderschuhen und war faktisch nicht vorhanden. Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung, kurz SAPV genannt, regelt die Betreuung der Versicherten mit lebensverkürzender Erkrankung und damit den Verbleib ZUHAUSE in der vertrauten Umgebung des häuslichen und familiären Umfeldes und zwar an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr.
Die Betreuung durch ein Palliativ-Care-Team hätte meinem Bruder viele Schmerzen erspart.
Deshalb war und ist es uns ein persönliches Anliegen diese Palliativ-Care-Teams finanziell mit auf den Weg zubringen und zu unterstützen. Ganz besonders liegen uns die im Jahr 2016 gegründeten Kinder-Palliativ-Care-Teams in Stuttgart und Tübingen am Herzen.
Leider reichen die Fallpauschalen der Krankenkassen nicht aus, um
Investitionen zu tätigen oder auch nur einen ausreichenden
Versorgungsschlüssel zu finanzieren.
Diese Kinder-Palliativ-Care-Teams leiden sozusagen ständig unter einer Unterfinanzierung und können nur mit Spenden am laufen gehalten werden.
Unser Ziel ist es mit den Spendengeldern die dauerhafte Absicherung der Psychologenstelle sowie der Teilfinanzierung der Kinder-Palliativ-Arztstelle zu gewährleisten. Darüber hinaus möchten wir alle zusätzlichen Investitionen der Teams, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden, in Form von Laptops, Medizinkoffern, Venensuchgeräten, Trauerbüchern etc. übernehmen und bezahlen.